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Vorsorgender Verbraucherschutz, Qualitätssicherung sowie umwelt- und tiergerechte Erzeugung sind die drei Hauptziele der Verbraucher-, Ernährungs- und Agrarpolitik der Bundesregierung |
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Anforderungen für unsere Markenprogramme Nur Regeln, die eingehalten werden, sind gute Regeln. Wir von der Kälbererzeugergemeinschaft Allgäu prüfen deshalb zuerst, ob ein Betrieb unsere Anforderungen erfüllen kann. Hierfür haben wir gemeinsam mit Feneberg ein geschlossenes System von der Aufzucht bis zur Schlachtung entwickelt.
Erstes Kriterium: Die Herkunft Da es sich bei PrimaRind um ein regionales Markenfleischprogramm handelt, müssen die Kälber in Bayern oder Baden-Württemberg geboren sein und in einem Umkreis von 100 km um Kempten gemästet werden.
Zweites Kriterium: Die Kreuzung Aus Qualitätsgründen hat man sich bei der Genetik auf eine Kreuzung des im Allgäu heimischen Braunviehs mit Blonde d'AQuitaine entschieden. Hier kombinieren sich die Feinfasrigkeit des Braunviehs mit der Fleischfülle der Rasse Blonde. Grundsätzlich sind nur Färsen und Ochsen im Programm zugelassen, um eine ausreichende Marmorierung des Fleisches zu gewährleisten.
Drittes Kriterium: Fütterung und Haltung Betriebe müssen heimisches Futter verwenden. In den Grünlandbetreiben ist das vor allem Gras, Grassilage und Heu. Die Rinder müssen - zumindest zeitweise - auf der Weide oder im Laufstall gehalten werden. Anbindehaltung ist dann erlaubt, wenn die Tiere im Sommer auf der Weide stehen. Auch bei der Haltung auf Vollspaltenboden ist die Weidehaltung im Sommer Pflicht.
Viertes Kriterium: Die Qualität Hinsichtlich der Qualitätssicherung müssen die Betriebe den Kriterien der Basisprogramme in ihren Bundeslaändern entsprechen. dies sind z.B. die Qualitätssiegel "Geprüfte Qualität Bayern" oder "Gesicherte Qualität Baden-Württemberg".
| Zahlen und Fakten | | | durchschnittl. Schlachtgewicht von Ochsen | 370 kg | | durchschnittl. Schlachtgewicht von Färsen | 320 kg
| | Einstufung der Rinder | | | Handelsklasse O | ca 10% | |
Handelsklasse R | ca 68% | | Handelsklasse U | ca 20% | | Handelsklasse E | 1-2% | |
Eine staatlich anerkannte Prüfstelle zertifiziert jeden neuen Mitgliedsbetrieb. Ist ein Erzeuger Mitglied unserer Erzeugergemeinschaft, kontrolliert das Prüfinstitut ohne Voranmeldung. Bei einem Verstoß drohen hohe Konventional- strafen und der sofortige Ausschluss aus dem Programm. Denn eines wollen wir niemals verlieren: Die Sympathie und das Vertrauen der Verbraucher.
Die Umsetzung efolgt durch die Anmeldung der Kälber bei Aufstallung an die Anmeldestelle der Kälbererzeugergemeinschaft (KEG). Die Abwicklung erfolgt zentral durch die KEG. Die Kriterienkontrolle auf Basis der staatlichen Herkunftsprogramme Bayerns und Baden-Württembergs (QHB und HQZ) erfolgt vor Ort durch eigenes Personal und durch die Fa. Feneberg auf dem Hof. Es erfolgt eine Kontrolle der Tierhaltung, der Fütterung und Futtermittel, der eingesetzten Rassen (i.d.R. Allgäuer Braunvieh x Blonde d ´Aquitaine) sowie die Führung eines Tier-Arzneimittelbuches.
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